April
Linden Jazzsession
open stage, Eintritt frei
„Cosmic Slop“ – Session Night
Jazz, Groove, Electronic, HipHop
Käthe Jam Session
Öffentliche Session für alle, die (noch) keine Profis sind. Gejammt wird über einfache Jazzstandards (Blue Bossa, Autumn Leaves, Summertime etc.). Noten in allen nötigen Transpositionen liegen vor Ort aus. Eintritt frei
Linden Jazzsession
open stage, Eintritt frei
ErikM Solo & ErikM – NaabtalDeath Duo
ErikM ist ein Klang- und Bildkünstler, Musiker im Bereich der digitalen konkreten Musik und Komponist gemischter Musik. Seit seinen frühen Experimenten in der bildenden und plastischen Kunst hat er sich bewusst jeder voreiligen Kategorisierung widersetzt. Schon sehr früh (bereits 1994) als Virtuose elektronischer Geräte und Klangkunstpraktiken anerkannt, bewegte er sich sowohl in sogenannten „unabhängigen” als auch „institutionellen” Systemen in Frankreich und international. Er entwickelt einen entschieden zukunftsorientierten Ansatz für technologische Medien. Er schafft akusmatische Werke und komponiert gemischte Musik für Instrumentalensembles (u. a. Ensemble Intercontemporain, Phoenix Basel, Les Percussions de Strasbourg, Dedalus). Er hat mit Luc Ferrari, Jean-Luc Nancy, Christian Marclay, Thurston Moore, Bernard Stiegler, Mathilde Monnier, FM Einheit, Will Oldham und anderen zusammengearbeitet und schafft transversale Werke, die eine einzigartige kaleidoskopische Vision artikulieren und das Intime und das Politische, das Populäre und das Gelehrte in eine produktive Spannung bringen.
NaabtalDeath erkundet als Dilettant mit besonderer Hingabe seit 18 Jahren die amplifizierte Zither, indem diese mit diversen Werkzeugen wie Kuchengabeln, Feilen, Eierschneidern, Dengel- hämmern und Spieluhren präpariert und über angeschlossene elektronische Effektgeräte das Zitherspiel in einen bisher ungehörten Klangkosmos überführt.
ErikM – Computer, Electronics, Soundscape NaabtalDeath – amplified tortured Zither, Electronics
Lily Dahab
„Wenn Lily Dahab singt, strahlt der Himmel“, lobt das Fachmagazin Jazzthetik. Wohl war. Die Sängerin aus Buenos Aires, mittlerweile wohnhaft in Berlin, verknüpft mit ihrer multinationalen Band die Song-Wurzeln ihrer Heimat mit Einflüssen aus Brasilien, Uruguay, Peru, Mexico, Chile und Spanien. Liebevoll vermischen sich Klangfarben aus Tango, argentinischer Folklore, Samba, Flamenco und Bossa Nova. Jazz darf auch nicht fehlen. All das gespielt von ihrer multi-nationalen Band mit großer, livehaftiger Originalität. Ihr aktuelles Album „Bajo un mismo cielo“ (Unter demselben Himmel) spiegelt ihre Philosophie wider, derzufolge wir alle Kinder einer gemeinsamen Wurzel sind, die unter dem gleichen Himmel leben.
Lily Dahab (voc), Bene Aperdannier (p), Carlos Corona (g), Max Hughes (b), Greco Acuña (perc)
Philippe Lemm Trio
Das niederländisch-amerikanische Trio um Drummer Philippe Lemm liebt die Sonne. Es weiß aber auch: Da wo Sonne ist, ist auch Schatten. Auf ihrem neuen Album „Echo The Sun“ dreht sich alles um dieses Thema. Die Musik umspielt mit Leichtigkeit das Wechselspiel zwischen Schatten und Licht, Wachstum und Reflexion. Das Trio verbindet mit großer Eindringlichkeit Virtuosität und emotionale Ausdrucksraft und verknüpft ebenso schlackenlos Jazz mit progressivem Rock, bezaubernder Pop-Musik und tief empfundener Klassik. Damit begeisterten die drei Musiker bereits Besucher des North Sea Jazz Festivals, des Kennedy Centers oder des Blue Note in New York. Nun ist endlich auch Hannover dran, um sich verzaubern zu lassen.
Philippe Lemm (d), Sharik Hasan (p), Jeff Koch (b)
Janko / Frohnhöfer / Wendler
Die drei Musiker:innen Hedwig Janko (as, fl), Tom Wendler (trb) und Tobias Frohnhöfer (vib, dr) begegnen sich seit Jahren immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen in der Hamburger Jazzszene – u.a. im neuen Projekt der Saxophonistin ‚Hedwig Jankos DIALECT‘. Aus dieser kontinuierlichen Zusammenarbeit ist ein enges musikalisches Vertrauensverhältnis gewachsen, das nun im Trio eine neue, konzentrierte Form findet. Die drei eigenständigen künstleri- schen Handschriften verschränken sich hier zu einem gemeinsamen Klangkörper: kompositorische Ideen treffen auf frei improvisierte Passagen, strukturierte Formen öffnen Räume für spontane Interaktion. Hörbar wird dabei nicht nur ihre stilistische Vielseitigkeit, sondern vor allem das, was sie verbindet: gemeinsame musikalische Erfahrungen, gegenseitiges Vertrauen und eine langjährige persönliche Freundschaft. Diese Nähe erlaubt ein intuitives Zusammenspiel, in dem sich Ideen organisch entwickeln, Rollen wechseln und musikalische Grenzen immer wieder neu definiert werden – ein lebendiger Dialog, geprägt von dem Vertrauen und der Offenheit, gemeinsam neue Wege zu ge- hen.
Linden Jazzsession
open stage, Eintritt frei
Highfive Bigband
Energiegeladene Formation, die eine knackige Mischung aus Jazz, Swing, Funk u.v.m. auf die Bühne bringt.
Eintritt frei!
„Nach den Sternen greifen – Ein Abend der Hoffnung“
Jazz meets Klassik, Latin trifft Swing – ironisch, feinsinnig und hintergründig; ergänzt durch Texte, Gedichte, kurze komödiantische Szenen. Das Programm soll Mut machen, den Kopf nicht hängen zu lassen. Es hilft, beim Zuhören und -schauen sich selbst auf die Schliche zu kommen, wo wir oft zu früh verzagen. Denn: Hoffnung ist wichtig und die gute Nachricht: Sie ist erlernbar!
Hanna Jursch, Alessandro Rinella (Gesang) und Alexander Barsch (Piano) sowie Hanna Legatis und Martin-G. Kunze (Sprache) gestalten mit Klang und Sprache, Gesang und Schauspiel ein Bühnenereignis mit Eigen- und Fremd-Kompositionen von Klassik über Jazz und Modern, umrahmt von Texten von Autor/innen aus vier Kontinenten.
Veranstaltung des Jazzclub Garbsen
Funky Times
Was als virales Phänomen begann, ist heute eine gefeierte, mitreißende Live-Band: Funky Times bringen nicht nur das Netz mit millionenfach gestreamten Songs, sondern jede Bühne zum ausrasten. Seit ihrer Gründung Anfang 2020 begeistert die Band mit explosiven Grooves, virtuosen Gitarrenriffs und funky Basslines. „One of my favourite new bands!“, schwärmte etwa Candy Dulfer über Funky Times. Nach zwei gefeierten EPs folgte 2024 ihr erstes Album „Keep on Groovin’“ – ein wahres Funk-Feuerwerk! Mit ihrem Sound, der mitreißenden Live-Show und ihren bunten Windbreaker-Trainingsanzügen sorgt die Band aus dem Raum Aschaffenburg für unvergessliche Momente voller Energie, Virtuosität und riesiger Spielfreude.
Julia Lange (g), Leo Imhäuser (d, voc), Sebastian Nöcker (b), Julius Imhäuser (g), Hannes Pries (keys)
KLANK & NaabtalDeath
Seit über anderthalb Jahrzehnten konzipiert, komponiert, improvisiert, inszeniert und produziert das MusikAktionsEnsemble KLANK KonzertEreignisse, Tonträger, Filme, Druckerzeugnisse, Work- shops, Radioarbeiten und Musiktheater – in Besetzungen von Solo bis Quartett, gemeinsam mit anderweitig künstlerischen Kollaborant*innen oder mit großen bis sehr großen Gruppen musikali- scher Enthusiast*innen. Gegründet 2008, versammelt KLANK die ästhetischen Vorgeschichten und die musikalischen Herangehensweisen des Improvisators Reinhart Hammerschmidt (auch Kontrabass) des Multi-Instrumentalisten Markus Markowski (auch Gitarre), des Komponisten und Instrumentalisten Christoph Ogiermann (auch Violine) sowie des Soundperformers und Alltagsschlagzeugers Tim Schomacker. KLANKs Ästhetik: Dauerhafte Erprobung des eigenen Instrumentariums – intensive Auseinandersetzung mit kompositorischen Verfahrensweisen, ästhetischen Konzepten und Spielweisen des 20. und 21. Jahrhunderts – Echtzeit Erkundung der komplexen und dichten Logik von frei improvisierter Interaktion – Aneignung von zunächst nicht-musikalischen Gegenständen und Materialien als Instrument – Sichtbarmachung der Klangerzeugung und der performativen Potenziale konzertanter Musik. NaabtalDeath erkundet als Dilettant mit besonderer Hingabe seit 18 Jahren die amplifizierte Zither, indem diese mit diversen Werkzeugen wie Kuchengabeln, Feilen, Eierschneidern, Dengelhämmern und Spieluhren präpariert und über angeschlossene elektronische Effektgeräte das Zitherspiel in einen bisher ungehörten Klangkosmos überführt.
Reinhart Hammerschmidt – Kontrabass, Sachen; Markus Markowski – Gitarre, Electronics, Percussion, Sachen; Christoph Ogiermann – Violine, Stimme, Sachen; Tim Schomacker – Alltagsperkussion, Stimme, Sachen; NaabtalDeath – amplifizierte tortured Zither, Electronics, keine Stimme, Sachen
Fette Hupe Hannover feat. Matthias Schriefl
Ein Leben ohne Fette Hupe-Heimspiele in der Faust-Warenannahme ist möglich, aber sinnlos. Aus diesem Grund startet das hannoversche Ausnahme-Ensemble nach einem Jahr Pause wieder durch und hat den Allgäuer Wahl-Kölner und Multiinstrumentalisten Matthias Schriefl zu Gast. Der vielfach ausgezeichnete Trompeter kombiniert die Sprache des Jazz mit musikalischen Traditionen aus aller Welt und kreiert eine Szenerie voll überbordender Spielfreude und Musikantentum mit Tiefgang. Dabei brilliert er neben seinem unnachahmlichen Trompeten-Spiel mit kompositorischem Witz und Einfallsreichtum. Er unternimmt Konzert- Tourneen zu Fuß, über welche Dokumentarfilme gedreht werden, gründet Formationen, die mit Kirchengeläut interagieren, oder schreibt Alpen-Jazz-Programme für Jazzorchester. 2023 gewann Schriefl den Deutschen Jazzpreis. Die Jury begründete ihr Urteil wie folgt: “Matthias Schriefl sticht durch seine unkonventionelle musikalische Vision in der deutschen Jazzszene heraus. Er überzeugt als erfrischender Musiker, dem man gerne zuhört und einen zugleich staunen lässt, in welche neuen Gewänder sich der Jazz immer wieder hüllen lässt.” Ein Gast wie geschaffen für das erste Fette Hupe-Heimspiel des Jahres!
Ob mit bekannten Musiker*innen wie Nils Wogram, Efrat Alony, Frederik Köster, Tamara Lukasheva oder Kalle Kalima, mit Gastkünstler*innen anderer Disziplinen wie der bildenden Kunst, Schauspiel oder Tanz, im Auftrag der Musikvermittlung wie zum Beispiel mit ihrem preisgekrönten “Jazzcape-Room“ oder einfach alleine auf Bühne mit den Kompositionen des Bandleaders und der Bandmitglieder: In mittlerweile über 260 Konzerten in Hannover und Niedersachsen sowie auf Festivals in ganz Deutschland stellt die Fette Hupe immer wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass sie zu den umtriebigsten Bigbands der deutschen Jazzszene zählt.
Linden Jazzsession
open stage, Eintritt frei
All Generation Bigband / FTO-Bigband
Die All Generation Bigband (Ltg. Helge Adam) und die FTO-Bigband (Ltg. Simon Becker-Foss) präsentieren am heutigen Abend eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Reise durch die Bigband-Geschichte: von Swing bis Modern Jazz, von Latin über Funk bis Pop. Druckvolles Gebläse, dynamische Rhythmusgruppen und begeisternde Sängerinnen werden den Turm im Bewegung setzen.
JAZZolution
Jazz, Pop, Fusion – von bekannten Standards bis zu eigenen Kompositionen. Im künstlerischen Mittelpunkt des neuen Projekts stehen zwei Jazzmusiker*innen: Der ukrainische Pianist und Komponist Volodymyr Prikhojai, der seit dem Beginn des Ukraine-Krieges in Hannover lebt, und die aus Russland stammende Sängerin und Komponistin Oxana Voytenko, Absolventin des Jazz-Instituts der HMTMH. Die beiden sind keine Unbekannte in der Jazz-Szene und haben einen guten Ruf in Fachkreisen. Unterstützt durch drei weiteren Musiker-Kollegen setzen sie ihr kreatives Potenzial frei. Das Programm reicht von bekannten Jazz-Standards bis hin zu eigenen Kompositionen der Mitwirkenden, stets auf höchstem künstlerischem Niveau und persönlich in der Aussage. Dabei spielt eine besondere Rolle Musik aus den Herkunftsländern der Musiker:innen (z. B. slawische Melodien, Osteuropäische Folklore), die sie zum Komponieren inspiriert und im kreativen „Jazz-Gewand“ völlig neu erscheint
Oxana Voytenko – Gesang; Volodymyr Prikhojai – Klavier; Johannes Keller, Bass; Shan Gao – Saxofon; Vincenz Reinfeld – Schlagzeug
Bill Evans Vansband Allstars
Der legendäre Saxophonist Bill Evans hat in seiner über 40-jährigen Karriere schon in vielen legendären (Fusion-) Jazzbands gespielt – allen voran sei natürlich die Comeback-Band von Miles Davis genannt. Die Vansband, mit der er nun den Jazz Club beehrt, nennt er mit allem Respekt selber eine „one of a kind group“. Eine Art Allstar-Band, die den gemeinsamen musikalischen Background der Bandmitglieder reflektiert: von Soul zu Jazz, von Funk zu Pop. Für diese Tour hat sich Evans vorgenommen, die Kompositionen von Miles Davis mit seinem eigenen, zeitgenössischen Stil zu interpretieren. Bill Evans selbst beschreibt es so: „This performance is an homage to the tradition of musical excellence he instilled in me during my tenure in his historic comeback band, a tradition we are committed to carrying forward.“
Bill Evans (sax), Pablo Contreras (b), George Whitty (keys), Keith Carlock (d)
Mole – Schulze / Borges / Beierbach
Dieses brandneue Trio untergräbt Grenzen zwischen freier Improvisation und Komposition. Auf seinen Streifzügen wildert es schamlos im Genre-Garten, wie ein hyperaktiver Maulwurf in seinen besten Jahren. Dabei gelingt dem Trio das Kunststück, einen Spagat zwischen dissonantem Cluster, harmonischer Melodie, Groove und der Auflösung ebendiesem zu erspielen. Die zwei Berliner:innen in der Gruppe – Schlagzeugerin Sofia Borges und Saxophonist Alexander Beierbach, sowie der Potsdamer Pianist Nicolas Schulze sind allesamt in verschiedenen Ensembles aktiv und setzen in dieser Besetzung eine weitere wichtige Koordinate auf der Landkarte des Jazz in Deutschland.
Alexander Beierbach – tenor & soprano saxophone; Nicolas Schulze – piano; Sofia Borges – drums, percussion
Skety
Im Rahmen der A-acappella-Woche. Skety sind sechs junge tschechische Jazz-Sänger*innen und Musiker*innen, die sich voll und ganz der zeitgenössischen Szene verschrieben haben. 2014 gewann die Gruppe beim Vokal.Total in Graz den renommierten Ward Swingle Award (Kategorie Jazz). Im Konzert präsentieren sie ein Programm, das von zeitgenössischen tschechischen Komponist*innen ebenso inspiriert ist wie von globalen Jazz‑Einflüssen. Ein besonderes Highlight an diesem Abend: Zum zweiten Mal seit 2019 ist die A‑cappella‑Woche im Jazzclub zu Gast und kooperiert dabei mit der hannoverschen Jazz‑Institution – ein musikalisches Rendezvous, das sowohl junge Enthusiasten als auch langjährige Jazz‑Fans begeistern wird.
Veronika Vítová (voc), Alice Bauer (voc), Marta Kloučková (voc), Michal Strnad (voc), Štěpán Janoušek (voc), Petr Wajsar (voc)
Mai
Jim Alfredson’s Europe Trio
Sein Faible für die Hammond-B-3-Orgel wurde Jim Alfredson quasi in die Wiege gelegt. Eine seiner ersten Erinnerungen ist, wie er mit vier Jahren den Zugriegel der Hammond-Orgel seines Vaters betätigte. Seine ersten Songs schrieb Jim im Alter von acht Jahren. Als Teenie verliebte er sich in den Sound von Synthesizern – um dann doch wieder bei der guten, alten Hammond-B3 zu landen. Mittlerweile zählt er zu den führenden Vertretern des europäischen Orgel-Jazz, der neue Entwicklungen mit den Traditionslinien eines Jimmy Smith verbindet. Nun kommt Alfredson mit seinem hochrangig besetzten „European Trio“ in den Jazz Club. Begleitet wird er von dem in Hannover nicht unbekannten Dirk Van der Linden an der Gitarre und Jan de Haas am Schlagzeug.
Jim Alfredson (org), Dirk Van der Linden (g), Jan de Haas (d)
Sharon Mansur Trio
Das Ausdrucksspektrum des Jazz, die Energie und Direktheit von Rock und elektronischer Musik und der Farbenreichtum nahöstlicher Musik – all dies vereint das Trio um Pianistin und Keyboarderin Sharon Mansur, Bassist David Michaeli und Schlagzeuger Aviv Cohen. Sharon Mansur hat diese Einflüsse auf beeindruckende Weise verinnerlicht. Sharon Mansur nutzt das Trio-Format in größtmöglicher Vielfalt – von cineastischen, sphärischen Passagen über rockige Energieausbrüchen bis zu dem für Sharon Mansur so charakteristischen Spiel an den Keyboards, welches mit seinen nahöstlich geprägten Melodielinien die westliche Limitierung auf Halbtöne hinter sich lässt. Jazz ist für Sharon Mansur wie für viele Musiker*innen ihrer Generation allem voran eine Geisteshaltung, ein Konzept, das Räume für neue, ungehörte Musik ohne Grenzen öffnet.
JAZZolution
Jazz, Pop, Fusion – von bekannten Standards bis zu eigenen Kompositionen. Im künstlerischen Mittelpunkt des neuen Projekts stehen zwei Jazzmusiker*innen: Der ukrainische Pianist und Komponist Volodymyr Prikhojai, der seit dem Beginn des Ukraine-Krieges in Hannover lebt, und die aus Russland stammende Sängerin und Komponistin Oxana Voytenko, Absolventin des Jazz-Instituts der HMTMH. Die beiden sind keine Unbekannte in der Jazz-Szene und haben einen guten Ruf in Fachkreisen. Unterstützt durch drei weiteren Musiker-Kollegen setzen sie ihr kreatives Potenzial frei. Das Programm reicht von bekannten Jazz-Standards bis hin zu eigenen Kompositionen der Mitwirkenden, stets auf höchstem künstlerischem Niveau und persönlich in der Aussage. Dabei spielt eine besondere Rolle Musik aus den Herkunftsländern der Musiker:innen (z. B. slawische Melodien, Osteuropäische Folklore), die sie zum Komponieren inspiriert und im kreativen „Jazz-Gewand“ völlig neu erscheint
Oxana Voytenko – Gesang; Volodymyr Prikhojai – Klavier
Pablo Held Trio & Alexandra Ridout
Das Pablo Held Trio ist eine der wichtigsten deutschen Jazz-Bands der letzten Jahre. Pablo Held am Piano, Robert Landfermann am Bass und Jonas Burgwinkel am Schlagzeug loten die Grenzen zwischen Jazz-Tradition, kammermusikalischer Finesse und moderner Melodieseeligkeit mit gereifter musikalischer Rhetorik aus. Seit 20 Jahren spielt dieses Trio in unveränderter Besetzung zusammen. Das erklärt, warum die Zwiesprache der Musiker sich auf diesem Niveau einpendelt. Erklären, aufbauen, weiterentwickeln: Das Pablo Held Trio steht in einer Reihe von jungen, forschenden Jazz-Piano-Trios im Gefolge von Innovatoren wie Esbjörn Svensson oder Brad Mehldau, die das Genre neu definierten. Zur Jubiläumstour zum 20. Geburtstag hat das Trio die britische Trompeterin Alexandra Ridout eingeladen.
Pablo Held ( p), Robert Landfermann (b), Jonas Burgwinkel (d), Alexandra Ridout (tp)
„Enercity Jazz Night“
Am Vorabend des traditionellen Open Airs „enercity swinging hannover“ gibt es ein besonderes Warm Up. Bass-Göttin Nik West mit Band sowie im Anschluss DJ-Ikone Ferry Ultra versprechen einen groovenden Abend, unterhaltsam. tanzbar, schweißtreibend. Nik West ist mehr als nur eine Musikerin, sie ist eine explosive Kraft der Individualität, die das Publikum weltweit in ihren Bann zieht und den Puls in die Höhe treibt. Kurzum: Ihre Bühnenpräsenz ist ein Spektakel. Mit Nik West kommt eine Bassistin nach Hannover, die ihre Karriere an der Seite von Superstar Prince mächtig ankurbelte. Schon zu Zeiten des verstorbenen Funk-Gottes war sie aufgrund ihrer Slap-Bass-Technik und ihrer exaltierten Bühnenshow eines der Highlights in seinen Shows.
Enercity Swinging Hannover
Hannover swingt wieder am Himmelfahrtstag vor dem Neuen Rathaus! Das beliebte Open-Air-Event „enercity swinging hannover“ hat im vergangenen Jahr rund 60.000 Menschen auf den Platz der Menschenrechte gelockt. In diesem Jahr steht Norddeutschlands größtes Jazzfestival ganz im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums des Jazz Clubs. Zum runden Geburtstag gibt es ab 10:30 Uhr ein erweitertes Programm voller Swing, Funk, Soul, Rock und Bigband-Jazz
10.30 – 11.30 Uhr
Knut Richter Swingtett
Swing ist seine Leidenschaft: Der Jazz-Gitarrist aus Barsinghausen eröffnet erneut das Open-Air-Jazzfestival enercity swinging hannover auf dem Platz der Menschenrechte vor dem Neuen Rathaus. Mit Urban Beyer (Trompete), Dirk Piezunka (Sax), Joe Dinkelbach (Piano/Akkordeon), Thomas Wille (Kontrabass) und Ralf Jackowski (Schlagzeug) bildet Knut Richter ein perfekt eingespieltes Swingtett. Der charakteristische Gitarrensound und der lässige Gesang sorgen für besonderes Flair. Die Jazzfreunde erwartet ein Mix aus Klassikern und selten gehörten Perlen von Swing bis Latin – gute Laune und Fingerschnippen garantiert!
11.40 – 12.00 Uhr
Gospelchor
Jedes Jahr findet am Wochenende vor Himmelfahrt der traditionelle Himmelfahrtsworkshop der Gospelkirche statt. Höhepunkt ist am Feiertag ein Gottesdienst in der Marktkirche sowie ein Kurzkonzert auf dem Platz der Menschenrechte im Rahmen von enercity swinging hannover. In diesem Jahr leitet Christine Hamburger den Workshop. Seit ihrer Kindheit in der Chormusik aktiv, prägt sie seit 1995 die Gospelszene als Chorleiterin, Gesangs- und Workshopdozentin und leidenschaftliche Interpretin. Begleitet wird der Workshop von Gospelkantor Jan Meyer am Klavier; das Konzert unterstützt eine Band (Klavier: Jan Meyer, Gitarre: Markus Mayer, Bass: Elkmar Winter, Drums: Gunnar Hoppe).
12.10 – 13.00 Uhr
Big Band Berenbostel
Hannovers musikalische Exzellenz zeigt sich nicht nur in Chören und Klassik, sondern auch im Jazz – besonders durch die Big Band des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Berenbostel. Sie steht erstmals auf der großen Festivalbühne vor dem Neuen Rathaus. Seit 2003 gewinnt sie regelmäßig nationale Bigband-Wettbewerbe und wurde 2025 erneut als beste Jugend-Bigband Deutschlands ausgezeichnet. Mit kraftvollem, jungem Sound, starken Sänger*innen und internationalen Erfahrungen passt sie perfekt ins Programm des diesjährigen enercity swinging hannover.
13.30 – 14.45 Uhr
Lutz Krajenski Big Band feat. Atrin Madani
„Zieh’ die Schuh’ aus“, „Frauen regier’n die Welt“ und „In diesem Moment“ machten Roger Cicero unvergesslich. Sein 2006 erschienenes Album „Männersachen“ brachte erstmals Big‑Band‑Sound mit deutschen Texten in die Popcharts. 2026 jährt sich sein Todestag zum zehnten Mal – Anlass für seine ehemalige Band, Ciceros Musik lebendig zu halten. Beim diesjährigen enercity swinging hannover präsentieren sie unter Leitung von Lutz Krajenski viel Swing, Soul und Groove. Sänger Atrin Madani, selbst von Cicero geprägt, interpretiert die Songs auf eigene Weise und verbeugt sich damit vor einem Künstler, der bis heute berührt.
15.10 – 16.40 Uhr
Nik West
Sie gilt als „Königin der Bassisten“ und als weiblicher Lenny Kravitz. Für Quincy Jones ist sie eine „Baaad mama jama“, für Steven Tyler „holy funkadelic“. Nik West ist eine explosive Kraft der Individualität, deren Bühnenpräsenz weltweit begeistert. Ihre Karriere nahm Fahrt auf an der Seite von Prince, dessen Shows sie mit Slap‑Bass und energiegeladener Performance prägte. Sie spielte u. a. mit John Mayer, Santana und Macy Gray und zuletzt im Support von Lenny Kravitz. Nun kommt sie als Headlinerin zu enercity swinging hannover. 2025 erschien ihr neues Live‑Album – und zum 60‑jährigen Jubiläum des Jazz Clubs setzt sie neue Funk‑Maßstäbe.
17.00 – 18.30 Uhr
Botticelli Baby
Die siebenköpfige Dortmunder Band setzt mit ihrem eigenwilligen Sound ein Ausrufezeichen beim enercity swinging hannover. Ihren Stil nennen sie „Junk“ – eine explosive Mischung aus Gypsy Jazz, Swing, Hot Jazz, Pop, Blues, Balkansound und Punk‑Ästhetik. Seit 2013 verbindet Botticelli Baby mit großer Detailverliebtheit Gegensätze und gilt heute als eine der aufregendsten Formationen Deutschlands. Ihr rauer, energiegeladener Jazz begeistert Fans von Tschechien bis Spanien. Nun wollen sie das Publikum vor dem Neuen Rathaus in einen Rausch versetzen – ein einziges Fest, versprechen sie.
Bliss Quintet
Mit seiner spielerischen Interaktion und energiegeladenen Präsenz hat sich das Bliss Quintet schnell als zukunftsweisende Band in der norwegischen Jazzszene etabliert. Dramatische, energiegeladene Balladen, fanfarenartige Bläserriffs, komplexe Rhythmen und offene harmonische Landschaften sind zentrale Themen für das Bliss Quintet. Der Fokus auf spielerische Interaktion, wilde energetische Präsenz und Elemente des freien Spiels ist im Sound der Band fest verankert. Sie erinnern damit an norwegische Bands wie Atomic und Masqualero. Besonders faszinierend ist beim Bliss Quintet ihr einzigartiger Sound, der geprägt ist vom Einsatz einer Vierteltontrompete und einem akustischen Fretless-Bass.
Oscar Andreas Haug (tp), Zakarias Meyer Øverli (sax), Benjamín Gísli Einarsson (p), Gard Kronborg (b), Rino Sivathas (d)
YORK & Band feat. Ulita Knaus
Der Jazz Club feiert sein 60-jähriges Bestehen und bringt im Laufe des Jubiläumsjahres mehrfach mit Kooperationspartnern den Jazz in die Stadt. Zu diesen Partnern zählt das Sprengel Museum Hannover, wo der Jazz Club Ende Mai im Calder-Saal zu einer „SoulJazz Experience“ lädt. YORK verkörpert unzweifelhaft die hannoversche Soul- und Jazz-DNA. Jahrelang war der Multi-Instrumentalist, Komponist und Produzent als gefragter Sideman an Saxofon und Flöte live und im Studio für Szene-Schwergewichte wie Randy Crawford, Phil Collins, Mousse T. oder Jazzkantine tätig. Anfang der 2020er Jahre produzierte er das Album „The SoulJazz Experience“ und stellte eine großartige Liveband zusammen, um seine Vorliebe für Soul und Jazz auszuleben. Teil dieser „Experience“ sind die gelegentlich eingefügten Scratches, mit denen YORK seine heimliche Liebe zum DJing zeigt, und die gesangliche Performance der Hamburger Ausnahmekünstlerin Ulita Knaus. Ein musikalischer Hörgenuss von Lounge bis Funk für alle, die groovig tanzbaren Jazz mögen.
YORK (sax, fl, Djing), Ulita Knaus (voc), Kristof Hinz (d), Christian Decker (b), Ralph König (g), Martin Meyer (keys)
Carl Mayotte Quintet
Carl Mayotte ist ein preisgekrönter kanadischer Bassist, Komponist und Bandleader. Aufgrund seiner Virtuosität und rhythmischen Präzision sowie seines Mutes zwischen den Genres zu agieren, hat sich Mayotte auch außerhalb Kanadas einen Namen gemacht. Er mischt ansatzlos Jazz, Fusion, Rock und Latin zu einem kraftvollen wie eigenständigen Mix. Für seine von der Kritik begeistert aufgenommenen Alben ist Mayotte in seinem Heimatland mit dem prestigeträchtigen Félix Award ausgezeichnet worden. Seine Projekte zeichnen sich durch ausgefeilte Kompositionen, dynamische Grooves und einem feinen Gespür für Storytelling nach Noten aus. In den Club kommt Majotte mit seinem neuen Album „Claude“, dessen Hauptcharakteristika Energie und Offenheit sind.
Carl Mayotte (b), Gabriel Cyr (g), Damien-Jade Cyr (sax), Francis Grégoire (keys), Stéphane Chamberland (d)
Juni
Tudo Azul
Das junge Sextett mit Musiker*innen aus Hannover und Hamburg widmet sich der brasilianischen Musik – mit eigenen Kompositionen und kreativen Arrangements bekannter Klassiker. Geprägt von den brasilianischen Wurzeln einiger Mitglieder und einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur Brasiliens zelebrieren Tudo Azul einen authentischen Sound mit viel Lebensfreude. Die Band zählte zu den Finalisten beim renommierten Future-Sounds-Wettbewerb der Leverkusener Jazztage. 2025 hat Tudo Azul das zweite Album produziert – mit vielseitigen Eigenkompositionen und einer bunten Mischung aus Tradition und modernen Sounds.
Carolina Paludo Sulczinski (voc), Yvonne Schwitalla (fl), Bastian Maas (p), Lucas Brum (g), Timon Krämer (b), Chris Wirtz (d)
Shuteen Erdenebaatar Quartett
Die in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar geborene Komponistin und Pianistin Shuteen Erdenebaatar fasziniert mit ihren sehnsuchtsvollen Melodien, angereichert mit tiefgründigen und ausdrucksstarken Harmonien und Rhythmen. Als klassisch trainierte Musikerin, die im Alter von 16 Jahren bereits ihr Bachelor-Studium in klassischer Komposition absolvierte, entdeckte sie bald den Jazz für sich. Mit ihrem Quartett verbindet die mehrfache Jazzpreisträgerin mitreißenden Swing mit stilistischer Finesse und technischer Brillanz. Die Süddeutsche Zeitung urteilte: „Menschen am Klavier tun sich schwerer als andere, so zu klingen, wie sie sind, und dann auch noch so, dass alle anderen sie sofort erkennen. Shuteen Erdenebaatar gehört zu den Pianist:innen, die das geschafft haben.“
Shuteen Erdenebaatar (p), Jakob Manz (sax, fl), Nils Kugelmann (b), Amir Bresler (d)
Béatrice Kahl Trio feat. Svenja Schmidt
Das Béatrice Kahl Trio präsentiert eine Mischung aus neuen, groovenden Eigenkompositionen und frischen Arrangements bekannter Songs. Mit diesem Konzert feiert die Formation die Veröffentlichung ihres neuen Albums. Geboren in Hannover und seit 15 Jahren in Nürnberg lebend, verbindet Béatrice Kahl mit dem Jazz Club eine lange persönliche Geschichte: Bereits als Kind war sie dort mit ihren Eltern, später war der Club ihre Übungsstätte. Mit Gaby Schenke, Hajo Hoffmann, Siggy Davis, Ron Ringwood, Joo Kraus u.v.m. war sie im Club zu erleben. Mit Christian Diener am Bass und Kristof Hinz am Schlagzeug stehen zwei langjährige Weggefährten an ihrer Seite. Auch mit der Kölner Sängerin Svenja Schmidt verbindet Béatrice Kahl eine intensive musikalische Zusammenarbeit. Im Zusammenspiel mit dem Trio bringt Béatrice Kahl dank ihrer Powerstimme mit Wurzeln im Rhythm & Blues und ihrem markanten Timbre eine unverwechselbare Energie auf die Bühne.
Béatrice Kahl (p), Christian Diener (b), Kristof Hinz (d), Svenja Schmidt (voc)
Jazz Club Sommerfest
Das Sommerfest des Jazz Clubs zählt zu den Jazz-Highlights des Jahres und findet traditionsgemäß draußen und drinnen statt. Auf der eigens montierten Gartenbühne geht es in der einzigartigen Atmosphäre des „Jazz-Club-Hinterhofs“ am 27. Juni ab 19 Uhr los. Den Auftakt macht die 19-Jährige Saxophon-Sensation Leonora Tomanoski, die sich dem Werk ihres Vorbilds David Sanborn widmet. Verstärkt wird ihre Hannover-Allstar-Band von der phänomenalen Sängerin Kim Sanders. Neben den größten Hits von David Sanborn darf sich das Publikum auch auf ausgewählte Soul-Klassiker freuen – leidenschaftlich interpretiert und ganz im Sinne des Mottos: Straight to the Heart. Im Anschluss übernimmt einer der deutschen Groove-Garanten die Bühne: Das Matti Klein Trio lotet die Möglichkeiten des Soul-Jazz neu aus. Mit warmem Wurlitzer, Fender Rhodes Piano-Bass, waberndem Tenorsaxofon, Bassklarinette und funky Drums bringt das Trio die Sommerfest-Gäste im Garten in Bewegung. Im Jazz-Club selber, in den orangeroten Katakomben, spielen Elmar Brass & Friends wie in jedem Jahr drei Sets lang swingenden Mainstream.
Sanborn Project
Leonora Tomanoski (sax), Martin Meyer (keys), Lars Bernsmann (g), Hervé Jeanne (b), Chris Wirtz (d), Special Guest: Kim Sanders (voc)
Matti Klein Soul Trio
Matti Klein (keys,b), Lars Dieterich (cl, sax), André Seidel (d)
Elmar Brass & Friends
Elmar Brass (p), Greta Gröning (voc), Lars Stoermer (sax), Peter Schwebs (b), Christian Schoenefeldt (d)