Juli
Linden Jazzsession
open stage, Eintritt frei
Tudo Azul
Jazz goes Brazil mit eienm jungen Sextett aus Hannover und Hamburg
Scarella & Friends feat. Alica Cibola
Urban Jazz mit einem Schuss Funk & Soul
Linden Jazzsession
open stage, Eintritt frei
Marion & Sobo Band
Vokaljazz trifft auf Gypsy & Global Music
open air
Ellingtones
Duke Ellington Tribute, garniert mit Pop, Rock & Soul-Hits in jazzigem Gewand
Linden Jazzsession
open stage, Eintritt frei
August
„M“ Jazzgambenquartett
Der Gambist Martin Tschoepe wagt mit diesem Quartett eine Verbindung, die es bisher noch nicht gegeben hat: Viola da Gamba und Jazz. Bisher kennt man die Gambe nur aus dem Kontext der alten Musik und die wenigen Versuche die von zu meist Barockgambisten unternommen wurden in die moderne Musik vorzudringen, bleiben doch eher zaghaft und unbefriedigend. Martin Tschoepe, der als studierter Jazzkontrabassist und Gitarrist tief im Jazz verwurzelt ist, bringt die Gambe in die Gegenwart und in den Jazz. Die Gambe ist hierbei als Instrument absolut verkannt, denn sie kann sowohl in der Art einer Gi- tarre, eines Violoncellos als auch des Kontrabasses eingesetzt werden. Diese Vielseitigkeit macht sie interessant und ungewöhnlich; dabei geht Martin Tschoepe absolut neue Wege, was die musikalische und technische Nutzung des Instrumentes betrifft: Die Gambe wird neu entdeckt und neu erfunden. Stillistisch bewegt sich das Quartett im modernen melodischen Jazz ohne Angst vor der Berührung mit verschiedenen Stilistiken und dem freien Ausdruck der Musiker viel Raum gebend. Immer improvisierend auf dem Weg Bilder zu erschaffen und den Hörer in neue Klangwelten mitzunehmen.
Uli Orth – Saxofon, Flöte, Klarinette; Klaus Spencker – Gitarre; Johannes Keller – Kontrabass; Martin Tschoepe – Viola da Gamba
Silke Eberhard & Nikolas Neuser Duo feat. Clara Däubler & Willi Hanne
Felix Petry Trio
In diesem zeitgenössischen Jazz–Trio treffen Musizierende mit individueller Klangsprache und reichem Erfahrungsschatz aufeinander. Die Grundlage des Repertoires bilden Originalwerke, in denen Einflüsse von Avantgarde, Folk und Modern Jazz hörbar werden. Das Programm umfasst sowohl freies Powerplay als auch bluesig erdige Kompositionen.
Felix Petry – Tenor Saxophone, Querflöte; Clara Däubler – Kontrabass; Willi Hanne – Schlagzeug, Perkussion
Alexander Kranich
Tribute To Coco Schumann. »Ich bin ein Musiker, der im KZ war. Kein KZ-Insasse, der Musik macht«, hat Coco Schumann (1924-2018) stets betont. Während des Nationalsozialismus galt Jazz als »entartete Musik«, er spielte ihn trotzdem. Im März 1943 wird Coco Schumann denunziert und in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Er tritt der dort gegründeten Jazzband »Ghetto-Swingers« bei. Die Musik schützt Coco zunächst vor der Deportation in ein Vernichtungslager. 1944 kam er nach Auschwitz und machte auch dort weiter Musik. Er überlebte die Höllen des KZ und wurde nach dem Krieg der erste deutsche E-Gitarrist, machte mit Helmut Zacharias die ersten deutschen »Modern Jazz«-Aufnahmen und musizierte in einem Film von Heinz Erhardt. Alexander Kranich erzählt die Geschichte dieses Ausnahme-Gitarristen und wird bei dem Konzert die originale Gitarre Schumanns aus den 1940er Jahren spielen.
Coloured Tags
Die Musik von Coloured Tags entfaltet sich als offener Prozess zwischen spontaner Interaktion und unmittelbarer Erfindung. Aus feinen klanglichen Setzungen von Stimme, Holzbläsern, E-Gitar- ren, Bass und Schlagzeug entstehen vielschichtige Texturen, die sich zu energiegeladenen Kollektivimprovisationen verdichten und ebenso unvermittelt wieder auflösen. Dabei treffen expressive Gesten auf subtile Klangforschung, rhythmische Impulse auf freie, schwebende Räume. Von ephemeren Geräuschperlen bis zur elektroakustischen Abrissbirne ist alles möglich. Das Ensemble bewegt sich souverän zwischen Jazz, Neuer Musik und experimenteller Klangkunst und entwickelt dabei eine eigene, unverwechselbare Sprache. Ein Abend voller Überraschungen, Spannungsmomente und klanglicher Entdeckungen.
Sigrun Krüger – Saxophon, Klarinette; Marcel Reginatto – Saxophon, Flöte; Uwe Bade – Stimme, Gitarre, el; Wilson Novitzky – Gitarre, Bass; Ulrich R. Hoffmann – Schlagzeug, Percussion
Dadadüdeldü
„Dadadüdeldü“ beschreibt lautmalerisch und leicht selbstironisch das Konzept des Quintetts: Die fünf Musiker:innen Carolin Pook, Lars Däubler, Richard Häckel, Clara Däubler und Hannes Dunker setzen sich musikalisch mit dem vielfältigen Schaffen des Hannoveraner Ausnahmekünstlers Kurt Schwitters auseinander. Zeitgenössische Eigenkompositionen und freie Improvisationen bilden in- dividuelle Interpretationen von Schwitters’ Œuvre und zollen diesem Respekt. Ein Muss für Alle, die sich für Kurt Schwitters und/oder zeitgenössischen Jazz interessieren!